Die Tauchkreissäge: ein Werkzeug für viele Fälle

saegeblattBei einer Tauchsäge oder auch Tauchkreissäge sind das Sägeblatt und der Motor nicht auf der Führungsplatte fixiert, sondern abwärts beweglich. Wird der Motor abgesenkt, senkt sich automatisch auch das Sägeblatt, da es fest mit dem Antrieb verbunden ist. Dadurch kommt es aus dem Schutzgehäuse heraus, wodurch der Zuschnitt des Werkstücks erst ermöglicht wird.

Nomen est Omen

Die Besonderheit beim Zuschnitt ist der Namengebende Tauchschnitt. Er erlaubt das eintauchen an beliebiger Stelle des Werkstücks. So muss nicht, wie z.B. bei einer klassischen Handkreissäge, unbedingt an der Kante des Werkstücks begonnen werden. Sowohl für den Möbelbau als auch für den Innenausbau bietet das Eintauchen des Sägeblatts viele einzigartige Vorteile: Ausschnitte für Kochfelder, Küchenspülen oder Lüftungsschächte sind für die Tauchsäge kein Problem. Ebenso können ohne große Messarbeiten, in Kombination mit einer Führungsschiene und einem Splitterschutz, schnurgerade Schnitte, die nicht ausfransen, hergestellt werden. Eine mit der Führungsschiene verbundene Gummilippe drückt direkt an der Sägekante auf das Werkstück und verhindert so die Splitterbildung.

Die richtige Führungsschiene ist für die Arbeit mit der Tauchkreissäge extrem wichtig. So können auch besonders empfindliche Werkstücke gefahrlos bearbeitet werden. Eine optimal passende Führungsschiene ist auch generell für Arbeiten mit der Tauchsäge unerlässlich, da nur in Kombination eine äußerst präzise und millimetergenaue Schnittführung gewährleistet ist. So kann man zum Beispiel beschädigtes Parkett oder Laminatdielen heraussägen, ohne dass das Sägeblatt an den Betonestrich kommt. So ist eine nahezu unsichtbare Reparatur möglich. Weitere Infos gibt es hier.

Ideal auch für Schattenfugen

Mit den meisten Tauchkreissägen ist es auch möglich, Schattenfugen herzustellen. Der Vorteil wird am Besten beim verlegen von Laminat oder vertäfeln einer Zimmerdecke deutlich : wenn nicht alles Millimeter genau ausgerichtet ist, fährt man nach Abschluss der Verlegearbeiten mit der Tauchsäge einmal um den Raum bzw. die Decke herum und bekommt eine exakte, millimetergenaue Fuge. Das vereinfacht die Arbeit natürlich gans massiv. Für eine Vielzahl von Aufgaben ist die Tauchkreissäge sicher die erste, wenn nicht gar die einzige Wahl.

Bildquelle: © Depositphotos.com / KKulikov

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.